Was tun meine Finger da?
Ist das vorstellbar?
Wenn es also gelingt, sich vorzustellen, wie man tatsächlich mit der einen Hand die Leber hält und mit der anderen den Magen und genau dort eine Dehnung bewirkt, dann ist man erfahrungsgemäß erfolgreicher.
Die Frage, die sich aus dieser Beobachtung ergibt, ist also: Was ist hier eigentlich wichtiger, die Hände oder die Vorstellung davon, was die Hände eigentlich tun sollen?
Wenn ich zu dem Ergebnis komme, dass die Hände eigentlich nicht so relevant sind wie das Bewusstsein, dann ist es doch logisch zu fragen, ob die Hände überhaupt noch notwendig sind, um zu diesem Ergebnis zu kommen, oder?
Der für mich prägende Satz meines zweiten Dozenten hat diese These stark untermauert, er lautet
“Unsere Hände und Augen sind nur die verlängerten Arme unseres Bewusstseins.”
Damit ist gemeint, dass wir die Dinge, die wir mit unseren Händen berühren oder mit unseren Augen fixieren, viel leichter in unser Bewusstsein bringen können, als wenn wir unsere Hände und Augen nicht dazu benutzen. Mit diesem Satz versuchte dieser Dozent uns Schülern zu erklären, dass man, zumindest in der Analyse, den Patienten auch nur mit Hilfe des Bewusstseins untersuchen kann.
Und ja, es funktioniert. Und nicht nur in der Analyse:)
Vielen Dank euch beiden!
