Was tun meine Finger da?

Ich habe festgestellt, dass ich eine Gabe besitze, die es mir ermöglicht, die wahren Ursachen von Beschwerden zu analysieren. Diese Gabe besteht aus zwei Teilen. Zum einen ist es das scharfsinnige Denken und die damit verbundene Fähigkeit, Dinge kritisch zu hinterfragen. Zum anderen ist es eine besondere Form der Hellsichtigkeit, die es mir ermöglicht, nicht nur in den Körper hineinzuschauen, sondern auch die Zusammenhänge zwischen Symptomen, Auslösern und Ursachen zu erkennen. Das ist für mich wie eine Brille mit künstlicher Intelligenz. Diese Fähigkeiten habe ich im Alltag meiner osteopathischen Praxis immer weiter entwickelt. Meine größte Erkenntnis dabei war, dass ich umso weniger Zeit und Energie brauche, um das Symptom beim Patienten aufzulösen, je näher ich an der eigentlichen Ursache arbeite. Wenn es mir also durch meine Gabe gelungen war, die absolute Ursache einer Beschwerde zu definieren, brauchte ich nur mit einem Finger ganz leicht auf das Gewebe zu drücken, und wie durch ein Wunder verschwanden die Symptome. Aber logischerweise lag mein Finger nicht auf dem Gewebe der Ursache, sondern auf der Haut. Es war also eine sehr indirekte Einwirkung auf die eigentliche Ursache. War es also gar nicht mein Finger, der die Ursache zum Verschwinden brachte? Wie kam ich also von dieser Erkenntnis in der Osteopathie zur R.E.SET Meditation? Zwei meiner Dozenten während meiner Ausbildung haben einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Beide prägten mein Denken vor allem mit jeweils einem prägnanten Satz. Der erste Satz lautete “Der Erfolg eines Osteopathen hängt sehr stark davon ab, ob er während der Ausführung der Technik visualisieren kann, was er zu tun glaubt”. Was bedeutet das? Es geht nicht darum, sich das Ergebnis vorzustellen, um es herbeizuführen. Es geht darum, dass man als Osteopath eine bestimmte Vorstellung davon hat, was man zum Beispiel gerade an einem Organ tut. Da die eigentliche Technik über die Haut auf die darunter liegenden Schichten übertragen wird, kann man sich nicht sicher sein, ob man zum Beispiel wirklich mit der einen Hand die Leber von den Bändern des Magens in der anderen Hand dehnt. Der Osteopath glaubt also, dass die Technik, die er gelernt hat, genau das bewirkt. Aber er kann sich nie sicher sein.

Ist das vorstellbar?

Wenn es also gelingt, sich vorzustellen, wie man tatsächlich mit der einen Hand die Leber hält und mit der anderen den Magen und genau dort eine Dehnung bewirkt, dann ist man erfahrungsgemäß erfolgreicher.

Die Frage, die sich aus dieser Beobachtung ergibt, ist also: Was ist hier eigentlich wichtiger, die Hände oder die Vorstellung davon, was die Hände eigentlich tun sollen?
Wenn ich zu dem Ergebnis komme, dass die Hände eigentlich nicht so relevant sind wie das Bewusstsein, dann ist es doch logisch zu fragen, ob die Hände überhaupt noch notwendig sind, um zu diesem Ergebnis zu kommen, oder?

Der für mich prägende Satz meines zweiten Dozenten hat diese These stark untermauert, er lautet

“Unsere Hände und Augen sind nur die verlängerten Arme unseres Bewusstseins.”

Damit ist gemeint, dass wir die Dinge, die wir mit unseren Händen berühren oder mit unseren Augen fixieren, viel leichter in unser Bewusstsein bringen können, als wenn wir unsere Hände und Augen nicht dazu benutzen. Mit diesem Satz versuchte dieser Dozent uns Schülern zu erklären, dass man, zumindest in der Analyse, den Patienten auch nur mit Hilfe des Bewusstseins untersuchen kann.
Und ja, es funktioniert. Und nicht nur in der Analyse:)

Vielen Dank euch beiden!

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